Ratgeber Altersvorsorge

Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge?

Viele Menschen haben bereits erkannt, dass sie privat etwas für das Alter zurücklegen müssen. Wenn es dann konkret wird, sind die meisten jedoch überfordert und verlieren den Überblick. Zu unübersichtlich und zu zahlreich sind die Angebote für die persönliche Altersvorsorge. Gerade für diejenigen, die sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigen, raten die Finanzexperten auf eine der staatlich geförderten Altersvorsorge-Varianten zurückzugreifen. Angestellte stehen dann trotzdem noch vor der Frage, ob sie lieber eine Betriebsrente oder doch eine Riester-Rente abschließen sollen. Im Folgenden soll auf dieses Problem näher eingegangen werden.

Altersvorsorge
  €
  Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen*
* Diese Felder müssen unbedingt ausgefüllt werden!

Vor- und Nachteile der Riester-Rente

Um die Riester-Förderung zu erhalten, zahlen Sparer aus ihrem versteuerten Gehalt einen bestimmten Betrag in ein dafür vorgesehenes Finanzprodukt (z.B. eine Rentenversicherung oder einen Fondssparplan) ein und erhalten dafür vom Staat Zulagen (154 Euro je Sparer und für jedes Kind noch einmal mindestens 185 Euro). Des weiteren besteht die Möglichkeit, auf diese Zulagen zu verzichten und am Jahresende lieber die Einzahlungen von der Steuer abzusetzen. Das lohnt sich vor allem für Besserverdiener mit wenigen Kindern. Einzahlungen von bis zu 2.100 Euro im Jahr können über die Riester Rente staatlich gefördert werden.

Vorteile der Riester-Rente:
  • meist deutlich bessere Renditeaussichten, als bei der Betriebsrente
  • hohe Flexibilität, große Auswahl an verschiedenen Varianten und Anbietern
  • bei einem Jobwechsel ändert sich für den Sparer nichts
  • die staatliche Förderung passt sich optimal dem Gehalt an, egal ob Besserverdiener (Steuerersparnis) oder arbeitslos (Zulagen)
Nachteile der Riester-Rente:
  • keine Befreiung von den Sozialabgaben
  • Verwaltungskosten höher als bei Betriebsrente, da individuell abgeschlossen

Riester Rente VersicherungAlle Infos zur Riester-Rente

top zum Seitenanfang
Lesezeichen
Fragen/Hinweise

Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

Eine Betriebsrente wird über den jeweiligen Arbeitgeber abgeschlossen. Dieser legt dann für den Angestellten einen Teil des unversteuerten Bruttogehaltes als Beitrag in ein Versicherung oder eine Pensionskasse zurück. Manche Unternehmen zahlen noch extra einen Teil aus eigener Tasche dazu. Für den Angestellten bringt die Betriebliche Altersvorsorge vor allem eine Steuerersparnis und die Befreiung von Sozialabgaben. Beiträge bis zu 4.320 Euro jährlich sind bei der Betriebsrente steuerbefreit.

Vorteile der Betriebsrente:
  • Beiträge sind von den Sozialabgaben befreit
  • kostengünstig, da der Arbeitgeber meist Gruppenverträge mit einer Versicherung oder Vorsorgeeinrichtung abschließt
Nachteile der Betriebsrente:
  • auf Auszahlungen aus einer Betriebsrente müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden
  • viel Aufwand bei Jobwechsel, teilweise sogar finanzielle Einbußen
  • die staatliche Förderung sinkt mit zunehmendem Gehalt

betriebliche AltersvorsorgeAlle Infos zur betrieblichen Altersvorsorge

top zum Seitenanfang
Lesezeichen
Fragen/Hinweise

Vergleich zwischen Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge

Die Gemeinsamkeiten zwischen Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge sind schnell aufgezählt: Beide werden in einer gewissen Form staatlich gefördert und die Rente muss bei beiden genauso wie jede andere Rente (z.B. die gesetzliche) im Ruhestand versteuert werden. Wer es sich leisten kann, der sollte am besten beide Varianten abschließen und so maximal von den Fördermöglichkeiten profitieren. Muss eine Entscheidung zwischen beiden Varianten getroffen werden, dann ist in den meisten Fällen die Riester-Rente die bessere Wahl, obwohl sie mehr kostet. Die Begründung dafür ist relativ einfach: Die Betriebsrente hat ein paar nicht von der Hand zu weisende Nachteile. Wer beispielsweise viel verdient, den interessiert die Befreiung von den Sozialabgaben relativ wenig - er hätte nämlich eh keine zahlen müssen. Weiterhin sind die Flexibilität sowie die Renditeaussichten deutliche Argumente für die Riester Rente. Je weniger jemand verdient, je mehr Kinder er hat und je weniger er einzahlt, desto mehr lohnt sich die Riester-Förderung, da dort die staatlichen Zulagen unabhängig vom Einkommen gewährt werden. In einigen Fällen ist jedoch die Betriebsrente die günstigere Variante. So beispielsweise, wenn der Arbeitgeber tatsächlich einen Teil zur Altersvorsorge beisteuert oder wenn der Arbeitnehmer Mitglied in der privaten Krankenversicherung ist.

Allgemeine Informationen zur Altersvorsorge

» Fondsgebundene Rentenversicherung
» Eine Rentenversicherung abschließen oder lieber Vermögen ansparen?
» Riester-Rente lohnt sich eigentlich für jeden
» Zusatzvereinbarungen bei der privaten Rentenversicherung
» Sofortrente
» Altersvorsorge für Azubis
» Altersvorsorge-Analyse
» Riester-Rente und Rürup-Rente gleichzeitig
» Hartz IV
» Jobwechsel
» Insolvenz des Arbeitgebers
» Auswahl der richtigen Variante
» Pensionsfonds
» Pensionskassen