Ratgeber Riester-Rente

Riester Rente Nachteile

Die staatlich geförderte Riester Rente ist und bleibt eine gute Möglichkeit, privat für das Alter vorzusorgen. Die Nachteile der Riester-Rente sind relativ überschaubar. Wenn ein Riester-Vertrag vor dem 60. Lebensjahr gekündigt wird oder der Sparer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, muss die staatliche Förderung zurückbezahlt werden. Allerdings nicht in einem gesamten Betrag, sondern in Anteilen von jeweils 15 Prozent der Rente solange bis alle Zulagen und Steuervergünstigungen zurückgeflossen sind. Die selbst einbezahlten Beiträge und die Zinsen darauf werden nicht angetastet. Abgeltungssteuer fällt auf die angesparten Erträge ebenfalls nicht an, egal ob mit oder ohne Zulage. Das allein macht eine Riester Rente bereits rentabel. Die Riester-Rente muss bei der Auszahlung im Alter komplett als Einkommen versteuert werden. Das ist leider nicht zu ändern und bei anderen Formen der Altersvorsorge (z.B. der gesetzlichen Rente) genauso.

Ein ernsteres Problem ist der Fakt, dass die Riester-Rente auf die Grundsicherung angerechnet wird und ein Bedürftiger im Alter eventuell weniger Sozialhilfe oder andere Zuschüsse vom Staat erhält. Dazu muss man sich allerdings einmal klarmachen, was die Riester-Rente darstellt und wozu eigentlich Altersvorsorge betrieben werden muss. Es wird nicht so sein, dass der Staat die Versorgungslücke zwischen gesetzlicher Rente und der Grundsicherung schließt indem er Sozialhilfe oder ähnliches ausbezahlt und die Riester-Rente gibt es zusätzlich noch obendrauf. Der Staat greift nur noch ein, wenn jemand insgesamt nicht genug zum Leben hat. Jeder muss selbst diese Versorgungslücke schließen und private Altersvorsorge betreiben und zwar nicht nur mit einer Riester Rente. Sich allein darauf zu verlassen ist bereits von vornherein sehr riskant. Denn private Altersvorsorge ist keine freiwillige zusätzliche Sache, sondern absolut notwendig - das dürfte jedem klar sein. Es ist tatsächlich so, dass sich die Riester Rente für absolute Geringverdiener auf Grund des beschriebenen Problems nicht lohnt - allerdings nur für solche, die ihr gesamtes Leben ununterbrochen ein Einkommen knapp über dem Existenzminimum erhalten. Das werden jedoch nur die allerwenigsten sein. Insofern kann man durchaus den Finanzexperten Recht geben, wenn sie behaupten:

Die Riester-Rente lohnt sich eigentlich für jeden, der sie kriegen kann.

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