Private Altersvorsorge

Riester-Rente lohnt sich eigentlich für jeden

Jeder Bürger sollte sich bei seiner Rente nicht nur auf den Staat verlassen, sondern zusätzlich selbst etwas für seine Altersvorsorge tun. Viele Menschen haben ja bereits ein Riester-Rente abgeschlossen oder planen zumindest, dies zu tun. Vor allem bei jungen Leuten kommt immer mal wieder die Befürchtung auf, dass selbst mit einer Riester-Rente im Ruhestand nicht viel mehr Geld zusammenkommt, als die staatliche Grundsicherung beträgt. Damit hätte man sich die ganze Sparerei wörtlich genommen eigentlich sparen können. Warum das nicht so ist und warum sich die Riester-Rente fast immer lohnt, erfahren Sie ausführlich weiter unten in diesem Artikel.

Riester-Rente
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Um die Problematik zu verstehen, muss man wissen dass die Grundrente im Alter derzeit etwa 350 Euro beträgt plus diverse Zuschläge für Miete, Behinderungen usw. Noch mehr bekommt man nur, wenn zumindest 25 Jahre (im Jahr 2030 werden 30 Jahre lange Einzahlungen nötig sein) lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurde. Eigene Einkommen werden bei der Berechnung des Anspruchs auf eine Grundrente abgezogen und zu diesen eigenen Einkommen zählt nun mal auch die Riester-Rente. Lediglich das Geld der eigenen Kinder bleibt in diesem Zusammenhang unberücksichtigt (zumindest bis zu einer Höhe von 100.000 Euro). Nun scheint es, dass in einigen Fällen, die Rentenzahlungen aus einer Riester-Rente, nicht so hoch sind, damit die Gesamtrente am Ende höher ist, als wenn man sich ausschließlich auf die staatliche Grundsicherung verlassen hätte.

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Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn Renter werden in Zukunft nicht nur eine Art der Einnahme haben (genau wie jetzt übrigens auch). Nur die wenigsten (zwischen 15 und 25 Prozent) werden ausschließlich die staatliche Rente in Anspruch nehmen. Und zwar nur dann, wenn diese allein ausreichend ist. Nur ganz wenige Rentner sind so bedürftig, dass sie eine Grundsicherung erhalten (aktuell 2 Prozent aller Ruheständler). Gleichzeitig wird es aber viele geben, die weniger als 150 Euro Rente im Monat bekommen (z.B. ehemalige Selbständige, die nur kurz angestellt waren oder Mütter, die lange Zeit nicht gearbeitet haben). Bei den meisten Ruheständlern wird sich die Altersrente ganz einfach aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen müssen. Rentner werden beispielsweise eine Betriebsrente, eine Witwenrente für den verstorbenen Partner oder Zinseinnahmen für ihr Sparbuch erhalten oder sogar einer kleinen Nebentätigkeit nachgehen. Wenn dann noch die Riester-Rente oder andere Vorsorgeformen (wie eine Lebensversicherung) obendrauf kommen, dann ist das deutlich mehr, als die Grundsicherung in der obigen Vergleichsrechnung.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Nur für diejenigen, die ihr ganzes Leben lang nur wenig Geld verdienen und auch nicht damit rechnen im Alter irgendwelche Nebeneinkünfte zu haben, könnte die Riester-Rente nicht lohnend sein. Das ist sehr unwahrscheinlich, denn selbst wer momentan von Hartz IV lebt, muss ja nicht sein komplettes Leben arbeitslos bleiben. Wer auf die Riester-Rente Förderung verzichtet, der gibt im Prinzip auf und sagt, dass er sowieso nie mehr als die Grundsicherung im Alter erhalten wird. Abgesehen davon, dass diese Einstellung nicht besonders positiv ist, hat die Sache noch einen anderen Haken: Kein Mensch weiß, ob die heute gültige Grundsicherung auch in 20 oder 30 Jahren noch gezahlt wird. Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen, dürfte das wohl eher nicht der Fall sein.

Aber nicht nur für Menschen mit geringen Einkommen kann die Riester-Rente Vorteile bieten, sondern durchaus auch bei Gutverdienern. Bei ihnen ist der Anreiz zum Sparen allerdings nicht die Förderung selbst, sondern die Steuervorteile bei der Einkommensteuer, die die Zulagen meist deutlich übersteigen. Und eine kleine Zusatzeinnahme aus der Riester-Rente erhalten sie im Alter natürlich ebenso. Abschließend lässt sich daher festhalten, dass die Riester-Rente eigentlich für alle lohnend ist, die sie bekommen können, jedoch besonders für Geringverdiener und kinderreiche Familien, da hier der Anteil der Förderung besonders hoch ist.

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» Riester-Rente Ratgeber