Private Krankenversicherung
Handlungsalternativen bei Prämienerhöhung
Nach einer Prämienerhöhung durch die eigene private Krankenversicherung bleiben dem Versicherten oft nicht viele Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Der Wechsel zu einer anderen günstigeren Privatversicherung ist zumindest eine Option. Aber bereits durch geschicktes Ausnutzen von Tarifoptionen lassen sich die monatlichen Beiträge zumindest ein wenig senken.
Wechsel in den Basistarif
Der Standardtarif ist zwar besonders günstig, allerdings erhalten die Versicherten hier auch nur die Standardbehandlung der gesetzlichen Krankenversicherung. Desweiteren dürfen in diesen Tarif nur Privatpatienten wechseln, die bereits zehn Jahre Mitglied in der privaten Krankenversicherung sind, das Alter von 55 Jahren überschritten haben und nicht mehr als 43.200 Euro brutto im Jahr verdienen. Wer älter als 65 Jahre ist, kann ebenfalls in diesen Tarif wechseln.
Erhöhung des Selbstbehalts
Wer einen Teil der Behandlungskosten aus eigener Tasche bezahlt, bekommt im Gegenzug einen günstigeren Tarif angeboten. Häufig ist die Beitragsersparnis größer, als der Betrag, den man jährlich mehr an Selbstbehalt bezahlen muss. In solchen Fällen kann der Wechsel in einen Tarif mit Selbstbeteiligung sinnvoll sein.
Verzicht auf Leistungen
Wer weniger Leistungen benötigt, muss auch weniger bezahlen. Nicht alle Wahlleistungen der privaten Versicherer sind unbedingt erforderlich. Durch den Verzicht auf die Chefarztbehandlung oder die Unterbringung im Einbett-Zimmer kann einiges an Prämien gespart werden.
Wechsel in einen günstigeren Tarif
Bei Tarifen, die für Neukunden bereits geschlossen wurden, hat der Versicherte das Recht in aktuelle günstigere Tarife mit dem gleichen Leistungsumfang zu wechseln. Dies folgt aus dem kürzlich novellierten Versicherungsvertragsgesetz. Angesparte Altersrückstellungen dürfen bei einem solchen Wechsel in den neuen Tarif mitgenommen werden. Soll später wieder in einen besseren Tarif gewechselt werden, kann allerdings eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich werden.
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