Lücken rechtzeitig entdecken und gezielt vorsorgen
Altersvorsorge-Analyse
Jeder von uns möchte im Ruhestand einmal seine Pension genießen ohne große Abstriche von seinem bisherigen Lebensstandard machen zu müssen. Die meisten Menschen haben bereits erkannt, dass dies nicht ohne eine finanzielle Vorsorge funktionieren wird, aber kaum jemand rechnet für sich persönlich ganz genau nach, wieviel Geld ihm denn im Rentenalter tatsächlich zur Verfügung stehen wird. Zur Planung der eigenen Altersvorsorge fängt man am besten mit einer Bestandsaufnahme an. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine gute Altersvorsorge nicht nur aus einer Riester Rente besteht, sondern sich aus verschiedenen Vorsorgebausteinen zusammensetzt.
Lebensversicherung (z.B. Fondsgebundene Lebensversicherung)Bestandsaufnahme - welche Altersvorsorge-Produkte besitze ich bereits?
Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge sind für die private Altersvorsorge unter anderem Banksparpläne, die Anschaffung von Wohneigentum, Lebensversicherungen, Fonds bzw. Kapitalanlagen generell geeignet. Egal, welche der genannten Formen man bereits besitzt, es immer möglich, in irgendeiner Form eine Prognose für das im Pensionsalter zur Verfügung stehende Einkommen abzugeben. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung beispielsweise erhält jeder Versicherte einmal im Jahr eine Renteninformation, die bislang erworbene Rentenansprüche und die voraussichtliche Altersrente beinhaltet. Selbst Versicherungsunternehmen, Banken, Fondsgesellschaften und Bausparkassen informieren regelmäßig über die Entwicklung ihrer Produkte. Bei Wohneigentum kann man neben einer möglichen Wertsteigerung bei Vermietung die Mieteinnahmen oder bei Selbstnutzung eine eventuelle Mietersparnis als Geldwert mit in die Analyse einfließen lassen.
Prognose der daraus resultierenden Altersrente
Nachdem man die Informationen zu den verschiedenen bereits vorhandenen Vorsorge-Produkten gesammelt und zusammengefasst hat, geht es darum, in einem zweiten Schritt den monatlichen Auszahlungsbetrag im Alter aus den einzelnen Verträgen hochzurechnen. Vorsorgefachleute verwenden an dieser Stelle gerne Szenarioanalysen, indem sie zum Beispiel abwechselnd eine vorsichtige, eine normale oder eine optimistische Erwartung unterstellen. Hat man es bis hierher geschafft, braucht man eigentlich nur den Betrag, den man aus den bisher getroffenen Vorsorgemaßnahmen erhält, mit seiner Wunsch-Altersrente, die zu einem angenehmen Leben ausreichen würde, zu vergleichen.
Schlussfolgerungen und Maßnahmen
Je größer die Abweichung ist (die vielzitierte Versorgungslücke) umso dringender ist es erforderlich etwas dagegen zu tun. Was genau, hängt von den persönlichen Vorstellungen, der Risikobereitschaft, der Finanzsituation und tausend anderen Dingen ab, verbindliche Auskunft kann hierzu nur ein Vorsorgefachmann nach einem ausführlichen Beratungsgespräch geben. Ein bereits durchgeführter Altersvorsorge Check bedeutet jedoch nicht, dass man ab diesem Zeitpunkt nur noch auf die Rente zu warten braucht. Ganz im Gegenteil - in regelmäßigen Abständen sollte die Analyse wiederholt und die vorhandenen Vorsorgeprodukte überprüft werden. Unabdingbar ist eine erneute Analyse vor allem dann, wenn sich im eigenen Leben etwas wichtiges ändert (z.B. neuer Job, Heirat, Nachwuchs, Gehaltserhöhung, Selbständigkeit, Erbschaft usw.).
Und für diejenigen, die sich noch überhaupt keine Gedanken zu ihrer Altersvorsorge gemacht haben, wird es höchste Zeit einmal Licht ins Dunkel zu bringen - falls Sie sich selbst damit überfordert fühlen, findet sich mit Sicherheit ein netter Vorsorgeberater in Ihrer Nähe.
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