Geldanlage für verschiedene Lebensphasen
Anlagen für 30-jährige
Bei Sparern um die 30 Jahre kreisen die Gedanken immer mehr um eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, wer etwas Geld übrig hat, kann es gern für den Traum von den eigenen vier Wänden zurücklegen. Wenn, dann allerdings richtig und möglichst frühzeitig. Aktien oder Aktienfonds sind hierfür weniger geeignet, sondern eher das klassische Bausparen oder andere von Banken und Kreditinstituten angebotene Sparpläne. So schön der Traum vom Eigenheim ist, man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass zwischenzeitlich etwas passieren kann (z.B. Krankheit oder Arbeitslosigkeit). Wer es bislang noch nicht geschafft hat einen staatlich geförderten Altersvorsorge-Vertrag abzuschließen, kann dies noch tun (siehe Tabelle).
Sofern mögliche Planungen für das Eigenheim keine besonders große Rolle spielen, dürfen es bei jüngeren Menschen durchaus riskantere Anlagen wie Aktienfonds sein. Am besten natürlich staatlich-gefördert, z.B. mit einem Riester Fonds. Selbstständige haben diesbezüglich leider nur die Möglichkeit, eine Rürup-Rente abzuschließen. Allerdings sollte hier genau geprüft werden, ob diese im Einzelfall lohnenswert ist. Eine einzige Anlage reicht generell nicht aus, um venünftig für das Alter vorzusorgen. Neben Riester könnten Dreißigjährige beispielsweise zusätzliche eine Betriebsrente oder Vermögenswirksame Leistungen (VL) wählen. Bei den Versicherungen lohnt es sich in diesem Alter über eventuelle Zusatzversicherungen bei Krankheiten, Pflege oder Zahnersatz nachzudenken. Wer jetzt z.B. eine Pflegezusatzversicherung abschließt, kann später möglichgerweise viel Geld sparen.












gut geeignet
nicht geeignet
manchmal geeignet
keine pauschale Aussage möglichDarüber hinaus darf ruhig langsam damit begonnen werden, Geld welches vom Einkommen am Monatsende übrig bleibt nicht nur auf dem Sparbuch oder Girokonto zu belassen, sondern in ein gut diversifiziertes (über verschiedene Anlageklassen gestreuets) Portfolio zu investieren. Wer nicht über das Finanzwissen verfügt um die nötige Diversifizierung herzustellen, greift besser auf Investmentfonds oder vorgefertigte Finanzprodukte zurück. Im Depot eines normalen 30-jährigen sollten sich vor allem Anleihen und Aktien aus Europa und der ganzen Welt befinden. Wer kein Haus bauen oder kaufen möchte, kann als Alternative einen etwas größeren Anteil an Immobilienfonds halten. Ein kleiner Anteil des Gesamtvermögens sollte außerdem in kurzfristig liquidierbaren Anlagen gehalten werden (z.B. Tagesgeld oder Termingeld) um unvorhergesehene Ausgaben abfedern zu können. Ebenso kann je nach Risikoneignung des Sparers ein geringer Anteil in riskantere Anlagen (z.B. Emerging Markets oder Öko-Investments) angelegt werden.
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