Geldanlage-Wissen
Versorgungslücke
Allgemein bezeichnet man die Differenz zwischen den normalen Lebenshaltungskosten im Alter und den insgesamt zur Verfügung stehenden Einkünften als Versorgungslücke. Manchmal beschränkt man sich aus Vereinfachungsgründen auch nur auf den Rentenaspekt. In diesem Fall stellt die Versorgungslücke den Unterschied zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen dar. Besonderes Interesse hat der Begriff Versorgungslücke erst dadurch erlangt, dass die Einkünfte durch gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung und eventuelle andere Altersvorsorge-Maßnahmen vermutlich in Zukunft nicht ausreichen werden, um den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund ist es besonders erstrebenswert, bereits vorhandene oder zukünftig drohende Versorgungslücken durch entsprechende Maßnahmen zu schließen. Eine besonders renditestarke Möglichkeit zum Ansparen von Altersvorsorge-Kapital bieten Fondssparpläne. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge. Um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, fördert der Staat bestimmte Formen der Altersvorsorge durch Zulagen und Steuervorteile (z.B. Riester-Rente oder Rürup-Rente). Besonders groß ist die Versorgungslücke zwischen Rente und letztem Einkommen übrigens bei Besserverdienenden, da zur Rentenberechnung maximal die Beitragsbemessungsgrenze herangezogen wird und nicht ein möglicherweise höheres Nettoeinkommen.
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