Ratgeber Kapitalanlagen

Short-Indexfonds

In Zeiten steigender Inflationsraten und fallender Kurse werden börsengehandelte Short-Indexfonds (Short-ETF's) für den Anleger besonders interessant. Diese Fonds bilden genau wie 'normale' Indexfonds die Entwicklung eines Börsenindex ab - nur eben umgekehrt. Die Manager der Short-Indexfonds führen sog. Leerverkäufe (Short-Selling) auf die dem Index zugrundeliegenden Papiere aus. Dadurch steigt der Wert des Indexfonds wenn die Kurse der Einzelwerte sinken und der Index an Wert verliert. Wer davon ausgeht, dass die Inflation ansteigt, kann mit einem Short-Indexfonds auf sinkende Anleihenkurse wetten. Staatsanleihen bringen beispielsweise nur wenig Rendite ein, wenn die Inflation zunimmt, da von den Zinsen nur noch wenig übrigbleibt. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, werden diese Papiere unbeliebt und die Kurse sinken. Short-Indexfonds sind keine normalen Anlagen für lange Haltedauern, sondern eher etwas für kurzfristige Spekulationen bei fallen Kursen. Kein Wunder, dass der erfolgreichste Investmentfonds des Krisenjahres 2008 ein Short-Indexfonds war. Der "DB X-Trackers ShortDax-ETF" spekuliert auf fallende Kurse großer deutscher Aktiengesellschaften und erbrachte im genannten Jahr eine Rendite von mehr als 50 Prozent.

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