Geldanlage-Begriffe
Nebenwerte
Aktien von mittleren und kleinen Unternehmen, die nicht so häufig an der Börse gehandelt werden und demzufolge nicht so stark im Fokus der Anleger stehen, nennt man Nebenwerte. Anders als bei großen Unternehmen bergen die Aktien von Nebenwerten ein höheres Risiko, weil die zukünftige Entwicklung bei diesen Papieren schwerer vorauszusagen ist. Andererseits sind kleinere Unternehmen mit geringem Börsenwert oft variantenreicher, dynamischer und wachstumsstärker als die etablierten Standardwerte (sog. Blue Chips). Aus diesem Grund eignen sich Nebenwerte besonders für versierte Anleger sowie als Beimischung in einem ausgewogenen Anlagedepot. Der Großteil aller börsennotierten Unternehmen wird übrigens den Nebenwerten zugeordnet, die Auswahl ist hier dementsprechend größer. Nebenwerte lassen sich weiter unterscheiden, in Papiere von Unternehmen mit mittelhoher Börsenkapitalisierung (sog. Mid Caps), von Unternehmen mit geringem Börsenwert (sog. Small Caps), die meist nicht in einem Index vertreten sind und von Kleinstunternehmen (sog. Micro Caps). Die Abgrenzung zwischen den drei Nebenwerte-Kategorien ist nicht einheitlich geregelt und verläuft fließend.
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