Investmentfonds

Mehr Erfolg beim Fondssparen

Beim Fondssparen wird jeden Monat ein bestimmter Geldbetrag in einen bestimmten Investmentfonds eingezahlt. Das klingt einfach und praktisch. Trotzdem gibt es selbst beim Fondssparen einiges zu beachten, wenn man nicht nur irgendeine Fondsanlage haben möchte, sondern tatsächlich das angelegte Geld ordentlich vermehren möchte. Was sollte man also beachten bei einer Geldanlage in einem Fondssparplan?

Fondssparpläne sind normalerweise flexibel handhabbar, sie können theoretisch jederzeit angepasst oder gekündigt werden. Sogar ein vorübergehendes Aussetzen des Sparplanes ist möglich. Experten raten Anlegern jedoch, einen einmal begonnen Fondssparplan auch langfristig zu verfolgen. Das Aussetzen oder gezielte Taktieren zur Verbesserung der Performance gelingt nur in den seltensten Fällen und lohnt den Aufwand in der Regel nicht. Genau wie beim Anlegen generell gilt auch für das Fondssparen: Nicht alles auf ein Pferd setzen. Speziell bei großen monatlichen Anlagebeträgen oder wenn das Geld über einen langen Zeitraum angespart werden soll (z.B. zur Altersvorsorge) sollte nicht nur ein einzelner Fonds ausgewählt werden. Im einfachsten Fall teilt man den monatlich zur Verfügung stehenden Geldbetrag auf verschiedene Fondssparpläne auf. Wieviele Fonds zu besparen sind, hängt vor allem von den individuellen Bedürfnissen ab. Für eine ausgewogene Mischung empfiehlt sich jedoch zumindest je ein Aktien- und ein Rentenfonds als Anlageobjekt.

Wer mehr als einen Fondssparplan abschließen möchte, sollte dies nur bei einem Depotverwalter bzw. einer Fondsgesellschaft tun. Zwischenzeitliche Umschichtungen von einem Fonds in den anderen sind so kostenlos oder zumindest kostengünstig möglich. Bei verschiedenen Instituten zahlen Anleger jedes Mal, wenn sie neue Fondsanteile erwerben, den Ausgabeaufschlag erneut. Zudem fällt es bei einem Depot mit allen Fondssparplänen aus einer Hand leichter, den Überblick zu behalten oder im Falle eines Falles schnell und unkompliziert reagieren zu können. Selbst die besten Fondssparpläne sind keine Selbstläufer. Mindestens einmal im Jahr sollte jeder Anleger einen Blick auf sein Depot werfen und schauen, wie gut die eigenen Fonds im letzten Jahr gelaufen sind. Nicht immer ist es besser eine höhere Rendite als der Marktdurchschnitt zu erwirtschaften, denn dieses Ziel langfristig zu erreichen bedeutet gleichzeitig riskanter zu investieren und zu agieren.

Ob tatsächlich etwas an den eigenen Fondssparplänen geändert werden sollte, entscheidet man am Besten an Hand der Ergebnisse der Konkurrenz und unter Berücksichtigung der eigenen Anlagevorstellungen. In der Vergangenheit galt das Kaufen und Liegenlassen von einmal erworbenen Fondsanteilen als langfristig beste Strategie. Inwiefern das im Einzelfall zukünftig ebenfalls erfolgreich ist, kann nicht mit letzter Sicherheit vorausgesagt werden.

Häufig fragen Fondssparer, wie lange sie denn nun bestenfalls ihren Fondssparplan laufen lassen sollen. Die Antwort lautet: möglichst lange. Die Renditen von Fondssparplänen und Fondsanlagen generell waren in der Vergangenheit genauso verschieden wie die anderer Anlagen auch, einige schafften es selbst über einen längeren Zeitraum nicht, das Geld der Anleger angemessen zu vermehren. Die Analysen zeigten jedoch, dass je länger der Anlagezeitraum gewählt wird, desto wahrscheinlicher ist ein positives Abschneiden bzw. das Erzielen einer ordentlichen Rendite. Im 30-Jahreszeitraum gab es so gut wie keinen Fonds, der es nicht schaffte das Geld der Anleger zu vermehren. Besonders erfolgreich waren übrigens deutsche Aktienfonds. Sie erreichten eine durchschnittliche Rendite von 6,99 Prozent im Jahr.