Glossarium Finanzanlagen

Indexzertifikat

Ein Zertifikat ist zunächst nichts anderes als eine Urkunde (bzw. Schuldverschreibung oder Anleihe) eines Emittenten, der es damit dem Anleger ermöglicht, an der Wertentwicklung eines bestimmten Finanzinstrumentes teilzunehmen, ohne dass er das Finanzinstrument selbst erwerben muss. Typischerweise werden als Basiswerte für Zertifikate entweder Indizes (Indexzertifikat) oder spezielle Aktienkörbe (Basket-Zertifikat) verwendet. Jedes Indexzertifikat beinhaltet ein bestimmtes Bezugsverhältnis (z.B. 1:100), welches den Wert des Zertifikates im Verhältnis zum Indexsstand angibt (z.B. 76,23 Euro bei einem Indexstand von 7.623 Punkten und einem Bezugsverhältnis von 1:100). Durch diese enge Kopplung an einen Kapitalmarktindex ist die Wertentwicklung des Indexzertifikates dementsprechend transparent, die Zertifikatscheine selbst sind ohne große Probleme börsentäglich handelbar. Der Vorteil von Indexzertifikaten ist ähnlich wie bei Indexfonds die Möglichkeit für einfache Anleger ohne große Vorkenntnisse in ein gut strukturiertes Portfolio aus einem bestimmten Bereich des Kapitalmarktes zu investieren. Die Risiken von Zertifikaten generell liegen im Anleihecharakter dieses Finanzinstruments begründet. Jedes Indexzertifikat ist nur so gut wie der Emittent, der es herausgibt. Hinzu kommt vor allem bei ausländischen Indizes als Basiswert ein nicht unerhebliches Währungsrisiko.

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