Kapitalanlagen im Überblick
Exchange Traded Notes (ETN)
Exchange Traded Notes (zu deutsch: börsengehandelte Wertpapiere) sind Schuldverschreibungen, deren Kurs sich an einem zu Grunde liegenden Index, von z.B. Wertpapieren, Rohstoffen oder Währungen. ETNs zeichnen sich dadurch aus, dass schlicht und einfach ein bestimmter Index nachgebildet wird, ohne dass ein Manager aktiv das Geld der Anleger hin- und herschiebt. Es handelt sich dabei um eine sog. passive Kapitalanlage. Wie der Name bereits sagt, werden Exchange Traded Notes an der Börse gehandelt, die An- und Verkaufspreise sind daher jederzeit fair und transparent. Anders als bei den ebenfalls börsengehandelten Exchange Traded Funds (ETF) besteht bei ETN allerdings durchaus ein Emittentenrisiko, da diese Papiere häufig in Form von Inhaberschuldverschreibungen herausgegeben werden und somit eher einem Zertifikat ähneln als einem Indexfonds. Geht der Herausgeber des Zertifikats, z.B. eine Bank, zwischenzeitlich pleite, kann man als Anleger nur hoffen, dass eine Sicherheit für diesen Fall hinterlegt wurde - verlassen sollte man sich darauf jedoch nicht. Exchange Traded Notes bieten bessere Ertragschancen als Exchange Traded Funds, teilweise werden sogar gewisse Renditeaufschläge auf die Wertentwicklung des jeweiligen Index garantiert (z.B. beim DAX Index Plus ETN von der WestLB, mit dem die Anleger immer genauso viel verdienen wie der Dax plus 0,2 Prozent extra pro Jahr). Allerdings sind ETN auch deutlich riskanter als die ETF. Mit Exchange Traded Notes kann man als Anleger beispielsweise Investments realisieren, die mit Fonds nur schwer nachzubilden sind, wie z.B. Währungsspekulationen oder Investitionen in Schwellenländer (Emerging Markets). Deshalb sind ETN für risikofreudige Anleger eine interessante Anlagealternative.
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