Immobilien als Geldanlage

Offene Immobilienfonds

Wer nicht genügend Geld für ein Eigenheim beisammen hat, aber dennoch in Immobilien investieren möchte, für den eignet sich eventuell eine Anlage in einem offenen Immobilienfonds. Leider investieren die meisten dieser Fonds überwiegend in Büro- und Gewerbeimmobilien, es gibt allerdings auch ein paar Spezialfonds, die sich mit Wohnimmobilien beschäftigen. Grundidee sämtlicher Immobilienfonds ist es das Geld der Anleger zusammenfassen und mit diesem Vermögen, welches meist einige Millionen Euro umfasst, etwa 50 bis 100 Immobilien in guter Lage zu kaufen. Mit den Mieteinnahmen und eventuellen Verkaufserlösen zu einem späteren Zeitpunkt soll dann eine ordentliche Rendite für den Fonds und damit für den Anleger erzielt werden. Bisher lag die Rendite von offenen Immobilienfonds im Schnitt bei etwa 5 Prozent im Jahr, selbst in Krisenzeiten.

Generell sind Immobilienfonds in guten Zeiten nicht ganz so stark wie beispielsweise Aktien, dafür machen sie in schlechten Zeiten kaum Verluste. Im Krisenjahr 2009 brachten offene Immobilienfonds unter anderem mehr ein als Staatsanleihen. Eine Mindestanlagesumme gibt es bei offenen Immobilienfonds nicht, Fondssparpläne kann man bereits ab 50 Euro monatlich abschließen. Offene Immobilienfonds sind eine sichere und langfristige Anlageform. Gebäude lassen sich in der Regel nicht von heute auf morgen verkaufen. Entsprechend lange halten die Fonds ihre Immobilien im Bestand. Offene Immobilienfonds sind zudem ein guter Schutz vor Inflation. Die meisten Mietverträge enthalten heutzutage Klauseln nach denen sich die Miete in einem gewissen Rahmen an die Geldentwertung anpasst. Das sorgt beim Fonds für konstante Erträge, da die Mieteneinnahmen im Falle einer Inflation ebenfalls ansteigen.

In der Regel halten Immobilienfonds nur einen geringen Teil des ihnen anvertrauten Geldes in Form von Bargeld als Reserve. Wenn tatsächlich viele Anleger auf einmal ihre Anteile am Immobilienfonds zurückgeben, so wie kürzlich in Amerika geschehen, dann kann sich der eigentliche Vorteil solcher Fonds in einen Nachteil verwandeln. Auf Grund der geringen Barbestände und keiner Möglichkeit kurzfristig Immobilien zu verkaufen, um an Geld zu kommen, sind die Fonds schlichtweg nicht in der Lage alle Anleger auszubezahlen. Für den Sparer sollte dies allerdings kein Grund zur Beunruhigung sein, wenn er den Fonds als das sieht, was er eigentlich ist - eine langfristige Geldanlage. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Immobilienfonds sind immens. Die besten erzielten in den letzten Jahren eine Rendite von 16 Prozent, schlechte erwirtschafteten 5-8 Prozent. Wichtig ist also auch hier vor der Geldanlage eine gründliche Information und Beratung durch einen Finanzexperten, um den für die eigenen Bedürfnisse am besten passenden Fonds zu finden. Für Einsteiger empfehlen Fachleute in der Regel die Standardfonds von Deka (Deka Immobilien Global), Union Invest (Uni-Immo Deutschland) oder der Commerzbank-Tochter CRI (Hausinvest Europa).