Immobilien als Geldanlage
Eigenheim
Gerade in Zeiten von Börsenkrisen oder Inflation scheint der Kauf einer Immobilie eine sinnvolle Geldanlage zu sein. Die Zinsen für Immobiliendarlehen sind so günstig wie schon lange nicht mehr und sicher ist das Geld in einem eigenen Haus allemal angelegt. Im Schnitt kostet ein Kredit mit fünf Jahren Laufzeit etwa 3 Prozent Effektivzins. Kredite mit längeren Laufzeiten sind nur unwesentlich teurer. Trotz allem sollte man sich nicht vorschnell zu einer Finanzierung verleiten lassen. Gerade für diejenigen, die nur wenig Eigenkapital einbringen, kann die Schuldenlast in den ersten Jahren schnell in die Höhe gehen, selbst bei den derzeitigen Niedrigzinsen. Dann investiert man zwar jeden Monat ordentlich Geld in den Hauskauf. Am Ende geht jedoch ein Großteil nur für die Zinsen drauf und die Darlehensschulden verringern sich nur langsam. Selbst bei lediglich 3 Prozent Effektivzins zahlt man für ein Darlehen über 200.000 Euro in fünf Jahren knapp 28.000 Euro Zinsen. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf haben, dass in einiger Zeit, wenn die Zinsbindung für das Darlehen ausläuft, die Kreditzinsen möglicherweise wieder auf ein höheres Niveau angestiegen sein könnten. Dann kann ein bislang durchaus günstiger Kredit aber so richtig teuer werden. Aus diesem Grund sollten sich Hauskäufer die derzeitigen Niedrigzinsen für möglichst lange Zeit festschreiben lassen.
Damit die Zinslast in den ersten Jahren nicht so stark ansteigt, sollte außerdem eine möglichst hohe Tilgung vereinbart werden, am besten 3 Prozent oder mehr anstatt nur einem Prozent pro Jahr. Neben der richtigen Finanzierung ist beim Immobilienkauf aber noch etwas anderes sehr wichtig: der Standort. Verschiedene Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Immobilienpreise in größeren Städten weiterhin steigen, während mancherorts im Grünen einige Eigenheimbesitzer ihre Immobilie kaum noch loswerden. Wer also Wohneigentum in Großstädten oder in der Nähe von Universitäten erwirbt, kann kaum etwas falsch machen. In bestimmten Gebieten, wie z.B. dem Ruhrgebiet, sollte man dagegen schon genau hinschauen, wo man ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte.
Wichtig beim Hauskauf ist auch ein Blick auf die Bausubstanz und zum Beispiel die Einhaltung der Energiestandards. Gerade bei Altbauten kann in den Folgejahren auf den Besitzer noch einiges an Kosten zukommen, wenn die Dämmung an den Fenstern oder die Heizung nachgerüstet werden muss. Häuser, die bereits jetzt gut saniert sind, kosten manchmal etwas mehr, langfristig zahlt sich das aber häufig für den Hausbesitzer aus. In der Regel erwirtschaftet man mit einer Immobilie immer dann Verluste, wenn man sie kurzfristig verkaufen muss. Eine langfristige Planung ist bei Immobilieninvestitionen aber noch aus einem anderen Grund ratsam. Wer eine Immobilien innerhalb der ersten zehn Jahre nach dem Kauf wieder verkauft, zahlt auf den Verkaufsgewinn ordentlich Steuern.
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