Kreditinstitute
Volksbanken und Raiffeisenbanken
Die Gruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken bildet ein wichtiges Segment im deutschen Bankensystem. Anders als die Sparkassen, die komplett in öffentlicher Trägerschaft arbeiten, können Kunden der Volksbanken eine Teilhaberschaft an ihrer Bank erwerben. Diese Genossenschaftsstruktur gibt die Richtung für das Bankgeschäft bereits vor. In erster Linie geht es Genossenschaftsbanken nicht um eine unbedingte Gewinnmaximierung, sondern um die Förderung der eigenen Mitglieder. Diese besondere Art der Kundenorientierung zeigt sich unter anderem bei günstigen Angeboten im Bereich der Baufinanzierung. Überhaupt kann jede einzelne Volksbank durch ihre zahlreichen Verbundpartner nahezu alle gängigen Finanzdienstleistungen aus einer Hand anbieten.
Die grundlegenden Rahmenbedingungen für Volksbanken und andere Genossenschaftsbanken sind im Gesetz festgelegt, weshalb diese Kreditinstitute genauso wie die Sparkassen zum öffentlichen Bankensektor gehören. Besonderer Vorteil der Volks- und Raiffeisenbanken ist die dezentrale Struktur. Die Volksbank Paderborn agiert beispielsweise völlig unabhängig von der Berliner Volksbank, was für die Beziehung zum Kunden sicherlich von Vorteil ist, bei finanziellen Engpässen für einzelne Institute aber auch Nachteile bringen kann. Ähnlich dem Sparkassenverband für die deutschen Sparkassen gibt es bei den Genossenschaftsbanken den FinanzVerbund, unter dessen Dach nicht nur die Volks- und Raiffeisenbanken, sondern auch einige Spezial-Versicherungen und Bausparkassen angegliedert sind.
Die Volks- und Raiffeisenbanken in Zahlen:
- etwa 1250 Institute
- 14.000 Bankfilialen
- 30 Millionen Kunden
- davon die Hälfte Genossenschaftsmitglieder
- im FinanzVerbund mit DZ Bank und WGZ Bank sowie Union Investment, Schwäbisch Hall und R+V Versicherung
- Bilanzsumme von 961 Milliarden Euro
- etwa 180.000 Mitarbeiter
- rund 18.000 Geldautomaten
Start
AGB
Impressum
Kontakt
zum Seitenanfang
2008-2009 Finareo.de
Finanzen