Kredit
Restschuldversicherung
Eine Restschuldversicherung oder auch Restkreditversicherung sichert den Kreditnehmer gegen das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit auf Grund von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall oder Tod ab. Vom Prinzip her ist die Restschuldversicherung damit einer Risikolebensversicherung sehr ähnlich. Allerdings nehmen hier die Versicherungssumme und Beiträge immer weiter ab, je länger der abzusichernde Kredit läuft. Damit ist die Restschuldversicherung viel günstiger als eine normale Risikolebensversicherung. Restschuldversicherungen werden bei allen möglichen Finanzierungen mit angeboten, zum Beispiel bei Baufinanzierungen, beim Ratenkredit oder beim Kreditkartenvertrag. Einige Kredite werden sogar ohne zusätzlich abgeschlossene Restschuldversicherung gar nicht erst ausgegeben.
Kredite mit Restschuldversicherung sind etwas teurer, als ohne, dennoch ist dieser Risikoschutz oftmals notwendig. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit, kann es nämlich durchaus vorkommen, dass ein Kreditnehmer seine Schulden nicht mehr begleichen kann. Zwar muss jeder für sich selbst entscheiden, wie hoch er das Risiko einschätzt, seinen Arbeitsplatz zu verlieren und dann noch ausstehende Raten eines Kredites nicht mehr begleichen zu können. Dennoch muss die kreditgebende Bank sich irgendwie absichern. Andernfalls könnten bestimmte Personen mit erhöhtem Ausfallrisiko gar keinen Kredit bekommen.
Formen der Restschuldversicherung
- Restschuldversicherung nur für den Todesfall:
Die Versicherung wird so ausgestaltet, dass im Todesfall mit einer Einmalleistung aus der Restschuldversicherung die noch ausstehenden Raten bezahlt werden können und die Hinterbliebenen dadurch schuldenfrei werden. Die Kosten für diese Formen der Restschuldversicherung sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Ein 40-Jähriger muss bei einem Konsumentenkredit über 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 4 Jahren für die zusätzliche Absicherung einmalig einen Betrag zwischen 80 und 300 Euro bezahlen.
- Restschuldversicherung für Todesfall und Arbeitsunfähigkeit:
Zusätzlich zum Todesfallschutz ersetzt diese Form der Restschuldversicherung dem Versicherten die noch ausstehenden Raten falls dieser auf Grund einer Erkrankung arbeitsunfähig wird und dadurch einen Lohn- und Gehaltsausfall erleidet. Was die jeweilige Versicherung unter Arbeitsunfähigkeit bzw. Erwerbsunfähigkeit versteht sollte in jedem Fall in den Versicherungsbedingungen genau nachgelesen werden. Die meisten Anbieter zahlen im Versicherungsfall auch nicht sofort, sondern erst nach einer bestimmten Wartezeit (sechs Wochen bis drei Monate).
- Restschuldversicherung für Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit:
Die letzte Variante ist gleichzeitig die teuerste Form der Restschuldversicherung. Trotzdem ist diese Form der Absicherung nicht von der Hand zu weisen, da die meisten Versicherungsfälle nun einmal auf Grund von Arbeitslosigkeit eintreten. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind hier extrem hoch. Einige Banken verlangen bis zum Dreifachen dessen, was günstige Anbieter für eine Restschuldversicherung veranschlagen. Hinzu kommt, dass ein hoher Preis nicht unbedingt für zusätzliche Qualitätsmerkmale spricht. Im Gegenteil, manche Banken sind trotz teurer Policen in einigen Details sogar schlechter als günstige Anbieter.
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